Mai 2009


12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag – das Wort muss man sich mal erst auf der Zunge zergehen lassen, bevor man weiter schreibt. Also noch mal: 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag. Als Redakteur bei den Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten sollte man das Papier ab jetzt immer gleich neben der Tastatur liegen haben. Denn dieser Knebelvertrag sieht vor, dass vor der Veröffentlichung von Inhalten auf öffentlich-rechtlichen Onlineangeboten ab dem 1. Juni genau geprüft werden muss, ob eben jener Inhalt auch dem 12. RÄSt entspricht und einen publizistischen Nähr- bzw. Mehrwert besitzt. Wenn nicht gibt’s Ärger.

Schon vor dem Inkrafttreten zeigt das Machwerk seine Wirkung. Der WDR nimmt gleich mal den erfolgreichsten Teil seines Webangebots vom Netz, wie Stefan Moll, Leiter der WDR Internetredaktion heute auf WDR5 erklärte. Der EinsLiveLiebesalarm ist nach den Maßstäben des 12. RÄSt nämlich vollkommen daneben, für den Sender EinsLive ist das ein Tritt ins Gemächt.

Die Onlinecommunity für junge Hörer, war nämlich dermaßen erfolgreich, dass sie schon vorher auf 30.000 Mitglieder gedeckelt wurde. „Andernfalls wäre das Dinge durch die Decke gegangen“, sagt Moll. Und jetzt ist heißt es bei EinsLive nur noch Fehlarm, wenn es um Dating geht.

Denn wie gesagt, das Angebot ist nicht sedungsbegleitend und ohne Mehrwert und daher von Übel.

Was für ein Schwachsinn. Da beschwert sich alle Welt, dass die Öffentlich-Rechtlichen nur noch die Omis und Opis erreichen und dann schafft es mal ein Sender ein zielgruppengerechtes Programm zu machen und wird nun von den Ministerpräsidenten, die den 12. RÄSt nach erfolgreicher Lobbyarbeit der Privaten und der Verleger vereinbart haben, abgewürgt.

Man ignoriert einfach die Medienrealität und verpflichtet die Öffentlich-Rechtlichen Anbieter auf ein überkommenes Rundfunkmodell und definiert das Web zu einer Art Abspielkanal um. Alle Vorteile des Medienkonsums im Internet, beispielsweise die Zeitsouveränität und die Archivfunktion werden können nur noch rudimentär oder gar nicht angeboten werden. Die Regelungen sind dermaßen absurd und ergehen sich in nur in Beschränkungen. Sie geben aber keinerlei Auskunft darüber, wie man sich von Seiten der Politik in einer Welt der konvergenten Medien überhaupt noch den Auftrag für die ÖR-Rechtlichen Anstalten vorstellt, wenn sie ihre zukünftigen Nutzer nicht da erreichen dürfen, wo sie sich aufhalten, nämlich im Netz.

Am überkommenen Rundfunkdenken festzuhalten kann jedenfallas nicht die Lösung sein. Doch wenn es nur das Entfernen von unzulässigen Inhalten wäre, nein – das Spiel geht weiter. Jetzt beginnt die hohe Zeit der Bürokraten, Gutachter und Prozesshansel. Jeder Sender muss fortlaufend für seine Kernaktivitäten und neue Angebote- beispielsweise der NDR für Tagesschau.de – die Vertragsmäßigkeit mittels eines Dreistufenstest nachweisen.

Dafür werden dann umfangreiche Gutachten in Auftrag gegeben, die schnell Kosten im fünfstelligen Bereich verursachen werden. Eine sinnlosere Verwendung von Gebührengeldern kann man sich wirklich nicht mehr vorstellen. Und dass alles nur wegen des Liebesalarms.

Und wie sieht die Zukunft aus? Auf der einen Seite werden die Webangebot willkürlich beschnitten und auf ein „sendungsbegleitendes“ Mindestmaß reduziert. Auf der anderen Seite Suchen die Privaten wieder ihr Heil in Paid Content Modellen. Am Ende wird die Vielfalt im Web reduziert – kann das im Sinne der Erfinder sein?

Es wäre natürlich vorschnell und falsch, Twitter als Instrument der politischen Kommunikation abzuschreiben, noch bevor sich dieser Kanal überhaupt entwickelt hat. Auch wenn die Köhler-Twitter-Panne oder nennen wir sie besser die Twitter-Köhler-Panne ein schönes Beispiel dafür ist, wie es gerade nicht geht bzw. dafür, dass einige Politiker eben nicht an sich halten können, wenn sie etwas wissen, was andere noch nicht wissen.

wahl.de

Vormals haben die Journalisten davon profitiert, die dann anderntags ihre Exklusivgeschichte schreiben konnten. Jetzt braucht man diese Zunft nicht mehr und pustet seine (Geheim-)Information via Twitter gleich selbst in die Welt hinaus.

Man könnte also schnell behaupten, politisch Twittern ist sprachliche Inkontinenz und wie geschaffen für Politiker. Menschen also, die a) sich selbst immer im Mittelpunkt sehen, b) gerne und viel reden, worüber ist egal, Hauptsache reden, c) zu jedem Thema etwas sagen können, und wollen und dass immer auf Anhieb, sobald sich ein Sprechkanal öffnet d) nichts für sich behalten können.

Aber wie gesagt, das hieße, es sich zu einfach machen. Denn der politische Twitter-Raum beginnt sich gerade erst zu entwickeln. @tsghessen (T. Schäfer-Gümbel, Fraktions- und Landesvorsitzender SPD Hessen) macht im Rahmen der Hessen-Wahl den Anfang, indem er mit seiner Twitterei die Wahrnehmungsschwelle in den traditionellen Medien durchbrach.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Mittlerweile gibt es eine bunte Twittermischung im Netz, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Da sind die einfallslosen Pressemitteilungsverlinker wie @spdde, die das Prinzip, besser gesagt die Chance noch nicht begriffen haben, die in diesem neuen Kanal steckt. Sie hängen weiter dem „Broadcast-Modell“ der Politik an, wie es Don Tapscott ausdrück.

Aber es finden sich auch schon einige Polit-Stars, wie @volker_beck und @bueti (Reinhard Bütikofer), die es bereits schaffen, ansatzweise die politische Diskussion, beispielsweise des Bundesparteitages der Grünen, mit anderen aus der Partei auf Twitter fortzuführen, und das sogar mit Argumenten.

Und dann gibt es die Regionalpolitiker wie @BoehningB (Bjoern Boehning, SPD-Direktkandidat in Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost), die erkannt haben, dass Twitter für sie ein Plattform ist, mit der sie auch über die Grenzen ihres Wahlkreises hinaus bekannt werden können.

Politisch wertvoll könnte Twitter dann werden, wenn der Dienst in einer breiteren Wählerschaft, sagen wir mal von Jungwählern, Verbreitung finden würde. Plötzlich öffnete sich ein unkomplizierter Direktkanal zum Volksvertreter. Man abonniert einfach den Nachrichtenstrom der Kandidaten, die einen interessieren und ist mittendrinn im politischen Gespräch. Einfacher war Kommunikation mit dem Wähler nie.

Und dann wird es sich auch als Irrtum herausstellen, dass nur der Gehör findet, der (vorschnell) seine „ich weiß was“-Botschaften absendet und aus den geschlossenen Sitzungssälen zwitschert. Der Politiker wird überzeugen, der es schafft, seinen Followern (interessanter Begriff im politischen Zusammenhang) auch zuzuhören. Denn der (Zeit-)Aufwand und auch die Kosten einer Kommunikation mit dem Wähler ist durch Twitter noch einmal gesunken, jetzt gilt es diese Möglichkeit zu nutzen.

Ganz praktisch sind übrigens die zahlreichen Meta-Dienste, die sich rund um die politische Twitter-Szene gebildet haben. Auf www.wahl.de, www.parteigefluester.de und www.twitterwahl.de lassen sich die Twitter-Aktivitäten der Poltik in aggregierter Form beobachten. Und dass ist allemal schon besser und spannender als die Infra-Test, soundso Formate, die das Fernsehen zu bieten hat.

Relativ schnell kann man so erkennen, wer an einer echten Diskussion mit seinen Wähler interessiert ist und wer nicht. Für die Politiker ergibt sich ganz nebenbei der Vorteil, dass sie leicht erkennen können, was die Menschen bewegt und worüber sie (mit ihnen) reden möchten. „More People can say more things to more people than ever in history“, sagt dazu Clay Shirky. Und damit gebe ich zurück ins Wahlstudio.

Und hier noch ein Videohinweis zum Thema:
„Us now“ von Banyak Films.

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Wenn man häufiger mit dem Rennrad durch die Gegend gondelt, wobei man zwangsläufig die Straße vor sich und den rechten Straßen fest im Visier hat, so kommt man nach und nach zu dem Schluss: In nicht allzu langer Zeit wird die gesamt Erdoberfläche von Fast-Food-Verpackungsresten in einer gleichmäßig, 25 cm dicken Schicht bedeckt sein. Ein hoher Prozentsatz wird dabei aus alten McDonalds-Verpackungen bestehen, gefolgt von leeren Zigarettenschachteln, Kamps-Brötchentüten und Pizzakartons.

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Bis es soweit ist, kann man sehr gut anhand der Dichte des Verpackungsmüll die Entfernung zum nächsten McDonalds abschätzen. Mittlerweile kann ich das auf 10m genau. Wobei es selbst im tiefsten Bergischen Land keine McDonalds-Verpackungsfreie-Zone mehr gibt, obwohl hier noch nicht in jedem Weiler eine Filiale steht.

Warum fahren die Fast-Food-Verspeiser eigentlich so weite Strecken mit dem Müll im Auto? Oder essen sie Burger und Fritten kalt und werfen die Schachteln dann aus dem Fenster? Interessanterweise gibt es so gut wie keine Burger-King-Reste am Straßenrand. Haben die Kunden der Konkurrenz etwa noch einen Funken Esskultur behalten und verspeisen ihre Brötchen-Buletten noch am Tisch im „Restaurant“.

Verpackungen sind Markenbotschafter und Werbeträger und die verrottenden McDonalds-Reste sind ein Sinnbild für die verrottende Esskultur. Erst kam das Essen mit den Fingern, dann folgten die Drive-Ins. Hört sich pathetisch an, ist aber so.

PS:
Ob Frau Klum und die Top-Models ihre Chickenburger auch im Auto essen?

Noch föstelt es mich ein wenig. Obwohl es heute fast 25 Grad im Rheinland sind, hinterlässt der Besuch in Vogelsang einen bleibenden Eindruck. Burg Volgelsang liegt mitten im Nationalpark Eifel, irgendwo zwischen Euskirchen und Aachen und war von 1936 bis Kriegsende eine NS-„Ordensburg“ – also eine Bildungs- oder besser gesagt Indoktrinationseinrichtung der Nazis.

Vogelsang: Wehrhafte Nazi-Architektur

Nach dem Krieg wurde das Gelände durch die Briten und bis 2005 von den Belgiern als Kaserne genutzt, was dazu führte, dass der militärische Geist nie von diesem Gelände gewichen ist. Seit Anfang 2006 ist das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich.

Heute findet der Besucher eine archäologische Grabungsstätte der jüngsten Geschichte vor. Deren Bausubstanz zerfällt, deren Stein gewordener Geist aber weiter aus jeder Fuge spricht.

Nun droht aus dem Gelände eine Art naturnaher Abenteuerspielplatz für Familien zu werden. Die Betreiber versuchen sich nach eigenen Angaben in einer „Neuinterpretation Vogelsangs als Ort der Toleranz, des friedlichen Miteinanders und der intensiven Naturbegegnung.“

Die Ausmaße der Anlage sind so gewaltig, dass es allein aus diesem Grund fraglich ist, ob das Vorhaben gelingen kann. Noch dramatischer aber ist der Charakter dieses Ortes: Führerkult, Größenwahn und Allmachtsphantasie zum (be-)greifen.

6 m hoch: Der Fackelträger

Und es hätte mich nicht gewundert, wenn bei unserem Besuch eine Kompanie exerzierender Junker im Gleichschritt um die Ecke gekommen wäre, angetrieben von einem schreienden Ausbilder.

Die Geschichte an diesem Ort entsteht im Kopf – und das jeweils anders, so wie es persönlicher Hintergrund, Erfahrung, Lebensalter und Einstellung erlauben. Rechte Gruppen werden sich wahrscheinlich baden in dem Gefühl, dem Geist der ehemaligen Nazi-Elite ganz nahe zu sein.

Bei seiner persönlichen Interpretation wird dem Besucher vollkommener Freiraum gewährt. Die wenigen Hinweistafeln an den markanten Punkten des Geländes sind bestenfalls belanglos, man könnte sie aber auch als verharmlosend bezeichnen.

Burg Vogelsang war eine von drei Ordensburgen in Deutschland. Hier wurde die Nazi-Elite geschult. Insgesamt 2.000 junge Männer sollen hier zwischen 1936 und 1939 einen jeweils einjährigen Lehrgang absolviert haben. Ziel war die Erziehung eines „neuen Menschen“.

Und jetzt streunen die Besucher mit Rucksäcken, Picknickkörben und Kinderwagen über das Gelände so wie bei einem Besuch auf einer Bundesgartenschau.

Besucher spazieren über das Gelände

Für mich ein falscher Ansatz – nicht jeder Ort eignet sich für Eventourismus. Und wer die Gebäude erhält, konserviert auch ihren Geist.

Zerfall

Man sollte den Ort einfach sich selbst überlassen und darauf setzen, dass mit den Steinen eines tausendjährigen Reichs auch dessen wahnsinniges Gedankengebäude zerfällt.

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> weitere Links und Infos

Vorläufer der Playstation um 1957

Vorläufer der Playstation um 1957

Paid Content funktioniert nur dann, wenn bei dem, der zahlen soll, der Eindruck entsteht, er bekommt etwas zu sehen, was er sonst so nirgendwo anders sieht. Man könnte das auch die Paid-Content-Illusion nennen.

Paic Content funktioniert ....

Paic Content funktioniert ....

Meist ist die Enttäuschung dann groß – wie in diesem Beispiel eines in die Jahre gekommenen Guckkastens auf dem Drachenfels.

... wenn die Inhalte stimmen

Warum es ausgerechnet jetzt zu einer Wiederbelebung der alten Paid-Content-Diskussion von vor zehn Jahren kommt, ist mir schleierhaft. Es hat sich nämlich noch kein neues Argument ergeben, dass einen anderen Ausgang als damals (= funktioniert nicht) wahrscheinlich macht.

Der Wegfall von Verlags- und Sendergeschäftsmodellen ist jedenfalls keines. Man sollte aus dem Web daher nicht ohne not einen Guckkasten machen.

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Verlage und Verleger verhalten sich in Krisenzeiten wie Manager von Industrieunternehmen: Sie setzen auf klassische Sparprogramme, reduzieren die Personalkosten und hören ansonsten auf eine Horde von (wechselnden) Beratern, die häufig noch nicht einmal aus der Branche kommen.

Die Unternehmens- und Produktentwicklung wird damit aus der Hand gegeben, was fatal ist, weil der direkte Kontakt zu den Kunden = Lesern verloren geht. Wer aber nur in Form von – mehr oder weniger – verallgemeinernden Studien versucht, ein Gespür für die Wünsche der Kunden im Speziellen und die Medienentwicklung im Allgemeinen zu bekommen, begeht einen Fehler.

Problematisch ist auch die Rolle der Verbände, die zentrale Entwicklungsarbeit leisten möchten aber ebenso häufig wie die Verlage selbst, die Beharrungskräfte des alten Denken nicht durchbrechen können und Zukunft, wenn überhaupt, nur in einer linearen Fortschreibung bestehender Trends denken. Manche Treffen mit Vertretern des BDZV bestärken mich in dieser Meinung.

Heute hat der Weltverband der Zeitungen (WAN) per Pressemitteilung auf eine neue PwC-Studie zur Zukunft der Zeitungen aufmerksam gemacht, die zur „Power-of-Print-Konferenz“ (27. – 28. Mai in Barcelona) vorgestellt wird. Wobei allein schon der Name der Konferenz befremdlich wirkt. Warum heißt es nicht „Power of Journalism“?

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse ließt sich entsprechend. Sie wärmt Themen und Thesen auf, die seit Jahren in dieser Form diskutiert werden und doch nie eingetreten sind:

Despite the huge potential for growth online, print remains the largest
source of revenue for newspaper companies, and will continue to be so for
some time.
Das blendet die aktuelle Lage der Zeitungen komplett aus. Und ist ein zweifelhafter Aufruf zum Weitermachen wie bisher.

- Consumers are willing to pay for online content. Two-thirds of respondents
in a global survey said they were willing to pay for general news content
online and all are willing to pay for it in print, despite the advent of
the free daily newspaper. But newspapers need to develop strategies for
monetising their content and intellectual capital.

Das Modell Pay-Content versucht man schon seit fast 10 Jahren herbeizubeten. Es ist die einzige unkreative Antwort auf den Medienwandel mit weltweit an nur einer Hand abzählbaren Beispielen.

- General consumer spending on the internet will increase in the next few
years, and this will change the mindset of consumers who are now expecting
to get everything for free. Wie oben ist hier der Wunsch Vater des Gedankens.

- Consumers don¹t only appreciate journalists for their general news
reporting they place high value on the deep insight and analysis provided
by journalists.
Ja und? Was folgt daraus?

- Traditional newspapers still have a strong and relatively loyal reader
base, as their reliability is perceived as being greater than that of other
media.  This gives newspapers the opportunity to lead and to follow
audiences as they use online and portable electronic media. The report found
that the core principles of deep analysis and trusted editorial translates
well online the newspaper brand is more important than the medium.

Ja, die Marke macht’s, ist ein weiteres Mantra, welches seit Jahren fortwährend wiederholt wird. Nur wird es dadurch nicht richtiger. Auch bei Autos glaubte man an die Kraft der Marke, bis vor ein paar Monaten.

- Newspapers have responded to the economic downturn by focusing on cost
reductions. Many are also accelerating content distribution strategies over
many channels. ³However, many have still to fully review their existing
business models to take full advantage of the innovation in the marketplace
and the demands of consumers,² the report says.
Was wollen uns diese Worte sagen?

- The market for mobile devices is growing rapidly. But mobile news delivery
is low on the list of consumer preferences because of the difficulty of
reading on the devices.

Wenn man sich vorstellt, dass ganze Zeitungsseiten auf dem Mobile Device gelesen werden, mag das stimmen. Nur neue (journalistische) Formen entstehen gerade und sind das Mittel der Wahl. Egal ob das nun Tweeds, Videos oder etwas anderes sind.

- Consumers and publishers alike are concerned about the environment and
attach high value to a publishing company using environmental friendly
practices. Some newspaper publishers have addressed the issue, but many have
not.

Umweltfreundlich ist das Drucken und das Verteilen von auf Papier gedruckten Informationen sicher nicht, das stimmt.

Mir liegt die gesamte Studie nicht vor, das muss ich einschränkend sagen. Aber diese Zusammenfassung macht zornig. Diese Studie führt nicht in die Zukunft. Dabei wäre es so einfach, sich über mögliche Szenarien zu informieren. Die allermeisten Informationen dazu sind im Web sogar kostenlos verfügbar und zwar nicht, weil sie von irgendwem verbotener Weise online gestellt wurden, sondern weil die Menschen, die sich Gedanken zum Thema machen, ihre Ideen selbst im Web veröffentlichen – ganz freiwillig.

Ein gewöhnungsbedürftiger Gedanke für viele aus der Branche, ebenso wie die Idee, dass die Zukunft von Zeitungen nicht auf Zeitungskongressen besprochen wird, sondern auf Onlinekongressen – nur da sieht man die Vertreter der Zunft leider so gut wie nie.

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