Um es ganz kurz zu machen: Das Geld ist unser Probelm und der Geldkreislauf ein vollkommen überschätztes Konzept. Geld ist das einzige Tauschmittel und der einzige Wert- bzw. Bewertungsmaßstab in den „modernen“ Volkswirtschaften. Darüberhinaus soll es angeblich auch noch Wertaufbewahrungsmittel und Recheneinheit sein. Wie wertlos dieser Ansatz ist, zeigt sich in diesen Tagen.

Für die Papiere in den Bankbilanzen lässt sich gar kein Wert mehr ermitteln. Obwohl ein nomineller Wert vorhanden ist, hat dieser keinerlei Aussagekraft. An Wertt aufbewahrt wird hier rein gar nichts mehr . Ebenso ist der Handel zwischen den Banken zum Erliegen gekommen. Es ist also keine Rede mehr von einer funktionierenden Tauschfunktion und (aus-)gerechnet wird schon lange nicht mehr in der aktuellen Finanzkrise, allenfalls geschätzt.

Die Schwierigkeit besteht nun darin, dass nicht nur im Geschäftsverkehr der Banken untereinander Geld als der einzige Wertmaßstab gilt, sondern auch in unserem restlichen Leben vertrauen wir ausschließlich dieser Maßeinheit. Wat nix kost, iss auch nix, sagt ja deshalb auch der Kölner.

Und so können wir unser Leben gar nicht mehr anders organisieren als unter Zuhilfenahme des Geldes. Auch wenn einige sagen, im Internet sei jetzt Aufmerksamkeit oder Anerkennung die neue Währung, umgerechnet wird diese am Ende doch auch nur wieder in Geld.

Vielleicht sollten wir die Chance nutzen, jetzt unsere Wertmaßstäbe zu diversifizieren und neu zu bestimmen. Vielleicht ließe sich ja Anerkennung auch direkt in Ware umwandeln.
Wie das genau gehen soll überlege ich mir noch. Das Web wäre jedenfalls ein prima Werkzeug, um so etwas unter Ausschluss der Banken zu organisieren.

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