Liebe Leute, bald ist ja Bundestagswahl, wie wäre es da mal mit ein wenig politischer Aktion im Web. Wer wissen will, wie man im Internet die Menschen für seine Ziele mobilisiert, sollte vorher bei DigiActive vorbeischauen (Motto: A World of Digital Activists). Diese Anfang des Jahres in den USA gegründete Initiative versteht sich als Anlaufstelle für Aktivisten in Digitalien. Der geneigte Campagnenmacher findet dort eine Fülle von Infos zu laufenden Aktionen in aller Welt, Fallstudien und Anleitungen zum digitalen Ungehorsam zum Beispiel auf Facebook.

Heute sprach ich mit Patrick P. Meier, einem der Initiatoren über die Ziele und das Potential von DigiActive. Er ist fasziniert von der Möglichkeit, über das Internet dezentral organisierte politische Bewegungen und zivilen Protest in aller Welt zu organisieren und das nahezu ohne Kosten. „Wir sind überwältigt von dem weltweiten Zuspruch für unser Projekt“, sagt Patrick. „Wir wollen die Lernkurve der Digital-Aktivisten verbessern, denn einer Demokratie 2.0 steht auch eine Repression 2.0 gegenüber.“

Im Web tut sich also wieder was in Sachen Demokratie. Auch wenn sich bislang nicht alle Hoffnungen hinsichtlicher mehr Demokratie durch das Web erfüllt haben. Es entsteht dennoch ein neuer, öffentlicher politischer Raum ganz im Sinne von Habermas. Und wer als Politiker wissen will, worüber die Menschen reden, der sollte eben auch im Netz schauen, was dort diskutiert wird. Einige Politiker haben das bereits begriffen. Allen voran ein gewisser Herr Obama: Mary Joyce, Mitgründerrin von DigiActive war in seiner Mannschaft mit für die Koordination der Webaktivitäten erforderlich (während dieser Zeit ruhte die Tätigkeit für DigiActive).

Demnächst mehr zu diesem Thema mit einem ausführlichen Interview unter www.elektrischer-reporter.de.

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