Wenn man häufiger mit dem Rennrad durch die Gegend gondelt, wobei man zwangsläufig die Straße vor sich und den rechten Straßen fest im Visier hat, so kommt man nach und nach zu dem Schluss: In nicht allzu langer Zeit wird die gesamt Erdoberfläche von Fast-Food-Verpackungsresten in einer gleichmäßig, 25 cm dicken Schicht bedeckt sein. Ein hoher Prozentsatz wird dabei aus alten McDonalds-Verpackungen bestehen, gefolgt von leeren Zigarettenschachteln, Kamps-Brötchentüten und Pizzakartons.

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Bis es soweit ist, kann man sehr gut anhand der Dichte des Verpackungsmüll die Entfernung zum nächsten McDonalds abschätzen. Mittlerweile kann ich das auf 10m genau. Wobei es selbst im tiefsten Bergischen Land keine McDonalds-Verpackungsfreie-Zone mehr gibt, obwohl hier noch nicht in jedem Weiler eine Filiale steht.

Warum fahren die Fast-Food-Verspeiser eigentlich so weite Strecken mit dem Müll im Auto? Oder essen sie Burger und Fritten kalt und werfen die Schachteln dann aus dem Fenster? Interessanterweise gibt es so gut wie keine Burger-King-Reste am Straßenrand. Haben die Kunden der Konkurrenz etwa noch einen Funken Esskultur behalten und verspeisen ihre Brötchen-Buletten noch am Tisch im „Restaurant“.

Verpackungen sind Markenbotschafter und Werbeträger und die verrottenden McDonalds-Reste sind ein Sinnbild für die verrottende Esskultur. Erst kam das Essen mit den Fingern, dann folgten die Drive-Ins. Hört sich pathetisch an, ist aber so.

PS:
Ob Frau Klum und die Top-Models ihre Chickenburger auch im Auto essen?

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