Die Bremsen bei den alten IC-Wagons stinken oder quietschen. „Das ist so, daran kann man nichts ändern“, sagte jüngst auf einer Fahrt von Hamburg nach Düsseldorf eine Zugbegleiterin als ich sie fragte, warum es im Wagen wieder so erbärmlich nach verbrannten Bremsen stinkt. Anwohner hätten sich über das starke Quietschen beschwert, worauf man die Wagons vor zwei Jahren umgerüstet hätte – nun stinken sie bei jedem etwas stärkeren Bremsvorgang wie ein LKW dessen Bremsen sich festgefressen haben.

Aber keine Angst: Das ist alles völlig harmlos, wie eine Anfrage bei der Bahn ergab (die übrigens sehr schnell reagiert hat):

Erlauben Sie uns bitte den Hinweis, dass organische Bremsbeläge, wie sie überwiegend in Schienenfahrzeugen eingesetzt werden, aus Metallfasern und Füllstoffen (kein Asbest) bestehen, die mit einer Kautschuk-Kunstharzbindung miteinander verbunden werden. Diese Mischung wird auf Trägerbleche aus Metall aufgebracht und anschließend in Öfen gehärtet. Bei der Aushärtung kommen auch schwefelhaltige Vernetzungshilfsmittel zum Einsatz.

Beim Bremsvorgang werden geringe Mengen dieser Schwefel enthaltenden und damit geruchsbildenden Produkte freigesetzt. Gerne weisen wir Sie darauf hin, dass dieser Geruch schon in geringster Konzentration wahrgenommen wird, gesundheitlich aber völlig unbedenklich ist.

Na dann.

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